Sicherheit

 

So schön das 'Drachensteigen lassen' ist, so gilt es doch einige Verhaltens- und Sicherheitsregeln zu beachten. Man sollte sich stets möglicher Gefahren bewusst sein.

Das bei Gewitter keine Drachen mehr geflogen werden sollten dürfte wohl selbstverständlich sein. Aber auch hohe Windgeschwindigkeiten dürfen niemals unterschätzt werden. Selbst sonst gut beherrschbare Drachen können dann schnell nur noch schwer oder gar nicht mehr kontrolliert werden.
Es ist auch kein Spaß wenn mit Lenkdrachen über den Köpfen andere Menschen geflogen wird, was ich leider immer wieder beobachte. Ebenso verhält es sich mit weidendem Vieh und nistenden bzw. brütenden Vögeln. Von der damit verbundenen Gefahr einmal abgesehen braucht sich niemand zu wundern wenn es auf immer mehr öffentlichen Flächen heißt: Drachen fliegen verboten! Am meisten ärgert mich das auch alle rücksichtsvollen Drachenflieger unter den Folgen zu leiden haben.
Nachfolgend noch ein paar Sicherheitshinweise an die sich jeder verantwortungsvolle Drachenflieger halten sollte. Über Dinge, welche für -die meisten- Drachenprofis selbstverständlich sind, hat sich manch leichtsinniger Zeitgenosse vielleicht noch keine Gedanken gemacht hat:

Die maximal zulässige Leinenlänge ist in Deutschland auf 100 Meter begrenzt. Ausnahmen gibt es nur auf Drachenfesten mit amtlich genehmigter Höhenfreigabe.

Zu Strassen soviel Entfernung einhalten das der Drachen bei einer unfreiwilligen Landung nicht auf Diese stürzen kann.

Das Fliegen in Natur- und Vogelschutzgebieten ist verboten. Wiesen mit hohem Gras sowie bestellte Äcker sollten ebenfalls nicht betreten werden.

Zu Fugplätzen muss ein Mindestabstand von 3 Kilometern eingehalten werden, bei Freilandleitungen sind es 600 Meter.

So kann es aussehen wenn ein Drachen eine Stromleitung berührt.

 

Unter Zug stehende Drachenschnüre können böse Brand- und Schnittverletzungen verursachen wenn sie durch die Hände rutschen. Deshalb zählen Handschuhe, egal ob günstig oder teuer, zu den sinnvolleren Ausgaben bei Einleinerpiloten.

Diese Arbeitshandschuhe aus Leder benutze ich wenn kräftig zugelangt werden muss, z.B. bei zugstarken Drachen wie den großen Sleds usw.

Wenn auch mal 'Frickelarbeit' ansteht und man die Handschuhe nicht ständig an und ausziehen will, sind diese etwas teureren 'Luxus'- Handschuhe, mit offenen Zeigefinger- und Daumenkuppen, ideal.

 

Auch wenn ich schon oft hinter vorgehaltener Hand belächelt wurde, nach einigen schmerzhaften Sonnenbränden ist diese Schirmmütze mit anknöpfbarem Nackenschutz, bei Sonnenschein, mein ständiger Begleiter.

Foto folgt!

Und: Keinen Unrat auf dem Fluggelände zurücklassen!